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Rojava Solidaritätsveranstaltung

Film: Stories of Destroyed Cities – Rojava Filmkommune (77 Min, 2016, OmeU) / Fr 13.3.26, 19.30 Uhr

Die Straßen von Şengal (Sinjar) sind verlassen. Ein Friseursalon liegt in Trümmern, der Spiegel zersplittert, die Haarschneidemaschine zerstört. Schaufensterpuppen in einem Modegeschäft hängen entblößt und von Splittern übersät. Bilder der verwüsteten Stadt in der kurdischen autonomen Region werden von einer Tonspur begleitet, die das lebendige Treiben einer Gemeinschaft simuliert. So muss es hier einmal geklungen haben. Wird es je wieder so sein wie zuvor?

In Stories of Destroyed Cities verschwimmen Realität und Fiktion in den Geschichten der Bewohnerinnen der Städte Şengal, Kobanê und Jazaa – Städte, die vom sogenannten „Islamischen Staat“ zerstört und von kurdischen Kämpferinnen zurückerobert wurden. Erzählt wird von den Toten, den Überlebenden und jenen, die den Kampf fortsetzen.

Die Rojava Filmkommune entstand, nachdem der IS aus der Region vertrieben worden war. Ihre Mitglieder sind erfahrene Filmschaffende und Studierende, von denen viele den Krieg selbst erlebt haben. Während sie das Kollektiv aufbauten, realisierten sie unmittelbar ihren ersten Film – mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung standen: ihren eigenen Erfahrungen, den Ruinen der Städte sowie lokalen Schauspielerinnen und Statistinnen. Der Film selbst wurde so zu einem Teil des Wiederaufbaus.

Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zu einer Podiumsdiskussion zur aktuellen Lage in Rojava ein.