Wenn die Säulen Trauer tragen

30 Jahre Gedenken an den Genozid an den Tutsi in Ruanda / 7.4.–4.7.2024

Ein Gedenkprojekt von Bele Marx & Gilles Mussard (Künstlerisches Konzept, Idee und Projektorganisation) auf Initiative und in Kooperation mit Ancilla Umubyeyi

ERÖFFNUNG 
Sonntag, 7. April 2024 um 16 Uhr
1160 Wien, Yppenplatz - Säulen der Erinnerung
Anschließend Zusammenkommen in der Brunnenpassage

PODIUMSGESPRÄCH 
Sonntag, 28. April 2024 um 16 Uhr

Esther Mujawayo-Keiner, eine ruandisch-deutsche Soziologin, Traumatherapeutin sowie Autorin und Ancilla Umubyeyi im Gespräch mit Doron Rabinovici.
Treffpunkt 1160 Wien, Yppenplatz - Säulen der Erinnerung
Das Gespräch findet anschließend in der Brunnenpassage statt

PRÄSENTATION des Projekts
Mittwoch, 8. Mai 2024 um 15 und 17 Uhr
Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien
im Rahmen von Erinnern in Zukunft StraßenKunstFest Preview – Open Air am Yppenplatz
Genau ein Monat vor dem StraßenKunstFest am Yppenplatz (8.6.), findet heuer schon ein Preview statt! Anlass ist der 8. Mai, der Gedenktag, an dem das offizielle Ende des zweiten Weltkrieges in Europa gefeiert wird. In diesem Kontext steht an diesem Tag auch der Bunker unter dem Yppenplatz im Fokus mit der Auseinandersetzung zu Fragen des pluralen Erinnerns in Zukunft.

LESUNG 
Samstag, 25. Mai 2024 um 17.30 Uhr

erstmals aus dem nun auf deutsch erschienenen Buch Akzeptiere Einfach Nicht, Zu Sterben von Dimitrie Sissi Mukanyiligira
Treffpunkt 1160 Wien, Yppenplatz - Säulen der Erinnerung
Die Lesung findet anschließend in der Brunnenpassage statt

KONZERT
Großes Finale mit Vusa Mkhaya
Freitag, 28. Juni 2024 um 17.30 Uhr
Bele Marx & Gilles Mussard und Ancilla Umubyeyi laden zusammen mit Rwanda Diaspora in Österreich zur SCHLUSSVERANSTALTUNG im Rahmen dieses Projekts. 
Treffpunkt bei den Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien. 
Das Konzert findet anschließend in der Brunnenpassage statt und wird von Salon WOLLzeile in Kooperation mit der Brunnenpassage produziert.

 

Projektlaufzeit von 7.4.–4.7.2024

Vor dem Hintergrund der Frage des Gedenkens im öffentlichen Raum (des Für und Wider eines permanenten Denkmals in der Gedenkkultur), werden die Säulen der Erinnerung kritische Aspekte sichtbar machen, dokumentieren und benennen und so einen Prozess der Auseinandersetzung initiieren und zur Diskussion anregen. Dieses Projekt ist der Auftakt zu einem künstlerisch-wissenschaftlichen Erinnerungsprojekt, das in Kooperation mit Wissenschafterinnen und Forscherinnen erarbeitet werden soll und dessen Ziel es ist, in den nächsten fünf Jahren möglichst alle Namen der Opfer zu erfassen und die Namenssäule zu vervollständigen. Darüber hinaus sollen die drei Litfaßsäulen mit ihren thematischen Schwerpunkten als Artefakte im virtuellen Raum künstlerisch umgesetzt werden. Das Erinnerungswerk soll zum 35. Jahrestag des Völkermordes an den Tutsi im Jahr 2029 fertiggestellt sein und während der Projektentwicklung im Bunker 16, in der Brunnenpassage und im virtuellen Raum präsent sein.

Ancilla Umubyeyi stammt aus Ruanda und lebt seit 1991 in Österreich, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist eine Überlebende des Genozids in Ruanda. Im Jahr 1994 wurden binnen 100 Tagen etwa 1 Mio. Tutsi ermordet. Darunter auch ein Teil ihrer Familie. Als Überlebende fühlt sie sich verantwortlich, über die damaligen Geschehnisse in Ruanda zu informieren und zu mahnen, da sich solche Ereignisse überall und zu jeder Zeit wiederholen können–wie wir es derzeit erleben. Ebenso will sie den Opfern des Genozids die Würde zurückgeben, die ihnen damals entrissen wurde. “Mein größter Wunsch ist es, dass dieser Völkermord und seine Opfer nicht in Vergessenheit geraten und die Menschen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.” Ancilla Umubyeyi ist Beraterin und Komiteemitglied von Rwanda Diaspora in Österreich.

Bele Marx & Gilles Mussard, Künstlerpaar, Erfinderteam, metteurs en scène, arbeiten seit 1996 als Künstlerpaar gemeinsam an Projekten und sind seit 1998 verheiratet. 
Weiterführende Informationen unter www.belegilles.com

 

Analoge Welt
Die drei Säulen der Erinnerung am Yppenplatz sind schlicht in schwarzer, lichtabsorbierender Farbe gehalten. Über QR-Codes können weitere Informationen zu den jeweiligen Themen abgerufen werden. 

 

Virtuelle Welt/Artefakt
Das Zentrum des Kunstwerks bildet eine große virtuelle Säule, die Namenssäule, die in der digitalen Welt sichtbar ist. Sie zeigt die Namen der Opfer, die uns von Rwanda Diaspora in Österreich genannt wurden. Die Namen werden auch vorgelesen und können über Kopfhörer gehört werden. Dieses Artefakt wurde in Kooperation mit SystemKollektiv und 3D Künstler Peter Várnai umgesetzt und ist auf der Platform Artificial Museum (artificialmuseum.com) ersichtlich. 
Das Artefakt ist ab 7.4.2024 mit Ton über einen QR Code abrufbar, daher werden ein Smartphone mit Zugang zu mobilen Daten und Kopfhörer benötigt. Diese müssen eigenständig mitgebracht werden.
>>> hier geht’s zur Anleitung

 

Künstlerisches Konzept, Idee und Projektorganisation
Bele Marx & Gilles Mussard (www.belegilles.com)

Initiative, Beauftragung und Mitorganisation
Ancilla Umubyeyi

Analoges Denkmal
Umsetzung mit Musou Black

Artefakt/Virtuelles Denkmal
Artificial Museum (ARM)
Das Artificial Museum, eine Initiative der Künstlerin Litto/Daniela Weiss und programmiert von Jascha Ehrenreich, nutzt den öffentlichen Raum als Träger für Kunst mittels einer web-basierter augmented-reality Applikation.
Das Artefakt ist ab 7.4.2024 mit Ton über einen QR Code abrufbar, daher werden ein Smartphone mit Zugang zu mobilen Daten und Kopfhörer benötigt. Diese müssen eigenständig mitgebracht werden.

Produktion
couscous & cookies, verein für elastische poesie 
in Kooperation mit masc foundation, Brunnenpassage und Initiative Bunker 16

Mit freundlicher Unterstützung der MA 59 

Dank an Roland und Richard Schütz von der masc foundation, Anne Wiederhold, Miki Podgorac, Srdan Ivanović, David Mathews und das Team der Brunnenpassage, Litto / Daniela Weiss, Jascha Ehrenreich, Hidéo Snes und Peter Várnai von Artificial Museum (ARM),
Daniel Puschina von Musou Black, Cay am Yppenplatz, sowie Susanne Höhne, Dominique Fina, Susanne J. Györög, Hannah Singer, Brita Pohl, Matthias Adensamer, Doron RabinoviciEsther Mujawayo-Keiner, Dimitrie Sissi Mukanyiligira, Elvira Faltermeier, Elisabeth Blum und Elvira M. Gross

Projektwebseitehttps://www.belegilles.com/projekte/ruanda-30jahre

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