Želimir Žilnik: Kenedi, Lost and Found / Präsentation: Wer darf Widerspruch
Sa, 20.03.2021, 19:00 Uhr

Seit seinen Anfängen in der lebendigen Amateurfilmszene, die sich in den 1960ern in Jugoslawien entwickelte, hat der serbische Filmemacher Želimir Žilnik über 50 Filme gedreht, darunter zahlreiche Spielfilme und Fernsehproduktionen, die oft der Gattung Dokumentardrama zuzurechnen sind. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten steht das Bemühen, die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen auf unsichtbare, unterdrückte, unterrepräsentierte und verzerrt dargestellte Mitglieder der Gesellschaft zu lenken. 

50 Jahre später hat sich wenig verändert. Die ­Fragen zu den unausgesprochenen Regeln der gesellschaftlichen Ordnung sind aktuell wie eh und je. Eine Woche lang haben die Teilnehmer*innen des "Wer darf Widerspruch?" Labors unter der ­Leitung von Nina Kusturica die Mechanismen von Macht und Ohnmacht, und ihren Einfluss auf unser ­Verständnis der Welt erforscht. Dabei ist ein 20minutiger Film entstanden, der viele Fragen ­aufwirft aber auch hoffen lässt …

Die Filme werden unter folgendem Link gezeigt:
https://www.youtube.com/watch?v=OZXHAdstRdY

Im Anschluss an die Filme findet ein Online Gespräch zum Thema Widerspruch mit Želimir Žilnik, Nina Kusturica und den Teilnehmer*innen des "Wer darf Widerspruch?" Labors statt. 
Der Zoom-Link wird nach den Filmvorführungen im Youtube-Live-Chat der Veranstaltung gepostet, und auch nach Anfrage per Mail verschickt. anmeldung(at)brunnenpassage.at

Eine Kooperation mit der Kunsthalle Wien.

Infos und Anmeldung unter
anmeldung(at)brunnenpassage.at



Kenedi, Lost and Found
2005, 26 Minuten, Deutsch & Serbisch, mit englischen Untertiteln  
Nach Abschluss der Dreharbeiten zu „Kenedi kehrt nach Hause zurück“ beschließt Kenedi Hasani, illegal in jene EU-Länder zu reisen, in denen sich sein Vater, seine Mutter, seine Brüder und Schwestern aufhalten. Als er 2003 versucht, die österreichisch-ungarische Grenze zu passieren, wird er von der Grenzpolizei gefasst und verbringt anschließend einige Monate in einem Flüchtlingscamp. Dann gelingt ihm die Flucht und er macht sich auf den Weg nach Österreich, Deutschland und Holland. Im Jänner 2005 treffen sich Žilnik und Kenedi in Wien anlässlich einer Vorführung von „Kenedi kehrt nach Hause zurück“ an der Wiener Universität. 
„Kenedi, verloren und gefunden“ erzählt von Kenedis zwei Jahre dauernder Erfahrung als Flüchtender und begleitet ihn bei seiner Rückkehr nach Serbien, wo er beschließt, in Novi Sad ein Haus zu bauen, in Erwartung der Ankunft seiner Familienangehörigen, die im Rahmen des Rückführungsabkommens kurz vor der Rückkehr nach Serbien stehen. 

Buch und Regie: Želimir Žilnik
Kamera: Želimir Žilnik
Schnittt:: Marko Cvejić
Darsteller: Kenedi Hasani, Denis Ajeti
Produktion: Terra film, Novi Sad


Wer darf Widerspruch
2021, 20 Minuten  
Wie ist es möglich über Rassismen, Sexismen, Diskriminierungen zu sprechen? Was braucht es dazu?
Und vor allem - WER darf es? Und auch wann?
Wer darf Widerspruch?

Entstanden in Zusammenarbeit der Brunnenpassage mit der Kunsthalle Wien und dem Burgtheaterstudio. 

Von und mit: Ruchi Bajaj, Julian Beyer, Natascha Bonosevich, Anke Büttner, Tara Ewers, Leonie Frühe, Alex Kapl, Jihad Al-Khateeb, Oliver Kouhpai, Marco Otoya, Ingrid Porzner, Tabea Strobl, Anil Üver, Soheil Zamani und als Gast Michael Rylko  
Künstlerische Leitung: Nina Kusturica
Schnitt, Sounddesign, Postproduktion: Stefan Fauland

Zur Zeit findet die Ausstellung Želimir Žilnik. Shadow Citizens in der Kunsthalle Wien statt. Die Ausstellung gibt einen Einblick in das radikale Filmschaffen und umfangreiche Werk von Želimir Žilnik und kann noch bis 18. April besucht werden.

Foto: Andrej Popović, Courtesy: Želimir Žilnik

 Spielplan

Weitere Veranstaltungen:

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen in der Brunnenpassage ist kostenlos!


Share
Caritas Erzdi�zese Wien