Diskussion und Film
Fr, 30.06.2017, 20:00 Uhr

Erinnert ihr euch an die Gürtelpanik letztes Jahr? Jeden Tag hat die Polizei am Gürtel Leute schikaniert und vor allem People of Color nach einem neuen Drogengesetz verhaftet. Und heute? Wie am Fließband stehen täglich Leute vor Gericht. Angeklagt wegen angeblichen Drogenverkaufs, bestraft mit Gefängnis. Fast immer geht es nur um ein paar Gramm Gras. Keine*r weiß, ob nach dem Gefängnis nicht die Abschiebemaschine droht. 1999 war Marcus Omofuma während seiner Abschiebung von Polizisten so gefesselt worden, dass er daran starb. Proteste gegen Polizeigewalt, Rassismus und tödliche Abschiebungen mobilisierten damals viele auf die Straße. Gleich danach verhaftete die Polizei im Rahmen der „Operation Spring“ über 100 afrikanische Migrant*innen und Aktivist*innen. Viele von ihnen wurden als „Drogendealer“ angeklagt. Nach einer Diskussion zeigen wir den Film „Operation Spring“ aus dem Jahr 2005. Wir wollen diskutieren, Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen und zusammendenken: Was können wir gegen (rassistische) Polizeikontrollen tun? Was gegen viel zu viel Polizei auf unseren Straßen? Und was gegen Politiken, die Migrant*innen kriminalisieren? Diskussion mit: Naija Akatarians: Forschungsgruppe über nigerianische Migrant*innen in Wien seit den 1960ern Verein JEF for AfricaProzessreportKieberei, was geht?! Initiative gegen Polizei auf unseren Straßen Film ‘Operation Spring, 2005, Deutsch mit englischen Untertiteln. 95 Minuten. www.operationspring.com
Sprachen: Deutsch und Englisch

 Spielplan

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen in der Brunnenpassage ist kostenlos!


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Caritas Erzdi�zese Wien