Freiraum Erzählen

GeschichtenerzählerInnen gehen einmal wöchentlich für die Dauer von einem Jahr in Wiener Volksschulen und erzählen in der ersten Klasse Märchen. Die ausgewählten Klassen zeichnen sich durch einen hohen Anteil von Kindern aus, die eine andere Herkunftssprache als Deutsch haben. Die erzählten Märchen werden auf Deutsch in nicht vereinfachter Form frei erzählt.
Künstlerisches Erzählen erreicht alle Kinder, weckt Neugierde an einer poetischen Sprache, hat speziell vor dem Schrifterwerb einen unschätzbaren Wert und legt früh einen Zugang zur Literatur. Ziel des Projektes ist es, die Kluft im Bereich der Bildungschancen weiter zu schließen. Die Entwicklung der Fantasie wird durch Imagination von Bildern und Schaffung fiktiver Welten beim Zuhören verstärkt und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder erheblich gefördert.
Das Erzählen erweist sich zudem als ein ideales Verfahren, Kinder an die deutsche Sprache heranzuführen. Die Sprach- und Erzählkompetenz der Kinder erweitert sich in einem latenten Lernprozess, in dem sich rationales und emotionales Verstehen auf fruchtbare Weise ergänzen.
Die Erfolge des Projektes sind zum einen an die Langfristigkeit und Intensität der Begegnung mit den mündlich vermittelten Märchen (einmal wöchentlich über mindestens ein Schuljahr), zum anderen an die Professionalität der ErzählerInnen gebunden.

Derzeit sind die Volksschulen Rötzergasse, Pannaschgasse, Gaullachergasse, Liebhartsgasse und Grundsteingasse beteiligt. Freiraum Erzählen wird ermöglicht durch Unterstützung der ERSTE Stiftung und Kulturkontakt Austria.

Aktuelle Veranstaltungen zum mündlichen Erzählen:

Caritas Erzdi�zese Wien