Arts, Rights & Justice

Impulsreihe

Die Freiheit der Kunst ist ein universelles Menschenrecht. Viele Künstler_innen zeigen in ihren Werken gesellschaftspolitische Missstände auf. Die Impulsreihe Arts, Rights & Justice soll eine Plattform für Dialog bieten, um künstlerische Freiheit und deren Zensur als auch die Aufgabe und Verantwortung von Kunst in unserer Welt zu verhandeln. Gesprächsrunden mit geladenen Künstler_innen werden mit verschiedenen Formaten wie Performance, Film¬screening oder Konzerten verbunden, um gezielte inhaltliche Impulse für den Diskurs zu setzen.

Veranstaltungen im Rahmen der Impulsreihe:

Shahin Najafi
Fr, 17.3.2017, 19 Uhr

Erster Gast war Shahin Najafi – Musiker, Poet, Sänger und Sozialaktivist. Seit 2012 wird Najafi durch eine gegen ihn auferlegte Fatwa und Kopfgeld bedroht. Zahlreiche deutsche und österreichische Künstler_innen wie Elfriede Jelinek, Günter Grass, Udo Lindenberg, Campino, Günter Wallraff und viele andere, bekunden ihre Solidarität mit ihm. Im deutschen Exil lebend, singt er weiterhin für eine (liberale und) freie iranische Gesellschaft. 
Im Gespräch mit Sabine Kock (Arts Rights Justice Working Group).


Aeham Ahmad
Klavierkonzert und Gespräch
So, 2.4.2017, 19 Uhr

Zu Gast ist der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad. 2014/2015 erlangte er internationale Bekanntheit durch seine öffentlichen Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk – als „Pianist in den Trümmern“ während des Bürgerkriegs in Syrien. Inzwischen lebt er im Exil in Deutschland. Im Gespräch mit der ORF-Journalistin und Autorin Nermin Ismail, wird Kunst als Friedenssymbol und Tool zur Ermächtigung verhandelt. Am Vortag findet die Book Release Party der Initiative Blickwinkel – Mut zur Perspektive mit einer Comicgeschichte zu Ahmads Leben statt. Die Veranstaltung findet auf Arabisch mit Übersetzung auf Deutsch statt.


Arts, Rights & Justice in Österreich 
Lecture und Workshop
Dienstag, 4. April 2017, 10-13.30 Uhr

Ai Weiwei in China, Natalia Kalaida in Weissrussland – zwei weltweit bekannte Fälle der Verletzung künstlerischer Freiheit und der Bedrohung künstlerischer Existenz. Das Attentat auf Charlie Hebdo hat am 7. Januar 2015 die existentielle Bedeutung des Rechts auf die Freiheit der Kunst auf grausamste Weise mitten nach Europa getragen.  Schon seit 2003 gibt es in Frankreich eine Gruppe, die als Observatoire ein Monitoring derartiger Verletzungen der Kunstfreiheit versucht. Aktuell steht die Türkei im kritischen Fokus medialer internationalen Aufmerksamkeit. In diesem Workshop stellt Lillian Fellman, Chair der Arts Rights Justice working group, die Arbeit der Gruppe vor. Sie wird aktuelle Fälle aus verschiedenen Ländern aufzeigen und ein von Arts Rights and Justice erarbeitetes ‚Toolkit‘ präsentieren. Der Workshop ist als Ausgangs punkt einer Standortbestimmung und eines möglichen Monitorings für Österreich angedacht und wendet sich an alle Interessierten und Betroffenen. Um Anmeldung an info@brunnenpassage.at wird gebeten: Eine Impulsreihe der Brunnenpassage in Kooperation mit Arts Rights Justice, EU Working Group on Human Rights Violations in the Arts und der Österreichischen UNESCO-Kommission. 


„Neue“ Macharten der Zensur in der Türkei
Zu Gast: Banu Karaca und Necati Sönmez
So, 9.4.2017, 19.30 Uhr

Die „neuen“ Macharten von Zensur in der Türkei, die die staatlichen oder privaten Institutionen offen oder insgeheim anwenden, reichen von der Autozensur der Künstler_innen selbst, bis hin zu direkten Eingriffen in die künstlerische Freiheit. Wie sehen diese „neuen“ Zensurpraktiken aus und welche Strategien entwickeln Künstler_innen um sich von diesen zu befreien? Zu Gast sind Banu Karaca, Sozial - und Kulturanthropologin welche an der Schnittstelle von politischer Anthropologie, Kunst und Ästhetik, Nationalismus und Kulturpolitik, Museen und Gedenkpraxen forscht und Necati Sönmez, Dokumentarfilm – Regisseur, Kurator und Direktor des Dokumentarfilmfestivals „Documentarist“ und Filmkritiker. Im Gespräch mit Ece Özdemir, Filmwissenschaftlerin. Die Veranstaltung findet auf Türkisch mit Übersetzung auf Deutsch statt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit Neuer Wiener Diwan.

 

 

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